Ortsgruppe Husby 2008

Termin:
Montag 27. 10.2008
Rückblick 2008 in der Schule Husby
19.30 Uhr mit Bildern, Videos und Texten.
Alle Interessierten sind eingeladen….

Wolfgang, Kirsten, Paula und Emma Biegemann, Tel. 04634-1691

Wir haben zum ersten Mal ein Kind aus Tschernobyl aufgenommen. – Ein Erfahrungsbericht.

Die Sprache ist nicht das Problem

Die anfänglichen Zweifel wegen der Sprache und die eigene Arbeit mit einem Tschernobylkind unter einen Hut zu bekommen, waren sehr groß. Dies ist wohl der Grund, warum sich in Husby nur sechs Gasteltern bereit erklärt haben, ein Kind (bzw. zwei Kinder) aufzunehmen.

Wir haben es zum ersten Mal ausprobiert, und klar, man muss etwas Zeit aufwenden, aber man bekommt auch viel zurück.

Der Plan mit den verschiedenen Unternehmungen und Terminen stand schon vor Ankunft der Kinder, so dass sich im Vorfeld viel regeln lies. (Man muss ja nicht immer dabei sein.) Die erfahrenen Gasteltern unterstützen einen wo sie nur können, und man kann sein Kind bei eigenen Terminen immer irgendwo anders Unterbringen – auch über Nacht. Die Kinder wachsen morgens in der Schule zu einer Einheit zusammen und treffen sich auch nachmittags zum spielen oder schwimmen.

Am Anfang hatten wir mit der Sprache ein Problem, aber mit Listen, auf denen kurze Sätze für den täglichen Gebrauch standen, sind wir gut zurecht gekommen. Die Kinder in Russland lernen Englisch in der Schule, so dass unsere 9 jährige Katja kurze Sätze englisch sprach. Da wir ja irgendwann auch mal Englisch in der Schule hatten, konnten wir viele Dinge mit Händen, Füßen, Mimik und englisch besprechen. Der Rest wurde für den nächsten Tag gemerkt (geht natürlich auch sofort) und mit der Betreuerin besprochen. Nach ca. 14 Tagen kennen die Kinder den Tagesablauf, und es lief fast von alleine, da auch schon einiges auf Deutsch verstanden wurde.

Klar haben auch wir zwischendurch mal gesagt „Warum tu ich mir das an?“ oder „ob ich das noch mal auf mich nehme?“, aber die Kinder sind sehr dankbar. Auch die russischen Eltern sind froh, dass ihren Kindern geholfen wird. Sie geben ihren Kindern Geschenke für die Gasteltern mit und hoffen, dass sie in gute Familien kommen. Wenn die Eltern Wünsche äußern, sind sie nicht sehr groß – Kaffee, Vitamintabletten oder Hygieneartikel. Es fehlt ihnen immer noch an vielen Dingen.

Als die Kinder am letzten Abend dann fröhlich ihr einstudiertes Abschlussprogramm vortrugen, wussten wir, wir haben alles richtig gemacht, und wir werden im nächsten Jahr wieder ein Kind nehmen.

Und wenn man dann vor Abreise des Busses noch mal gedrückt wird, kullern dann doch ein paar Tränen. Britta Matthiesen

 

Für weitere Informationen über „Kinder aus Tschernobyl in Husby“ wenden Sie sich bitte an Wolfgang und Kirsten Biegemann, Husbyholz, Kappelner Straße 1, Tel.: 04634 – 1691. (wp)

9 Gäste aus der Region Tschernobyl zu Gast in Husby

2008_tschenobyl

Katja, Egor, Valentin, Viktoria, Julia, Paulina, Katja und Diana besuchten uns mit ihrer Betreuerin Tatjana vom 11.06. – 11.07.08 in Husby. (Julia fehlt auf dem Bild)

In diesem Jahr konnten wir 2 neue Gastelternpaare motivieren, ein, bzw. zwei Kinder für vier Wochen bei sich aufzunehmen.
Vormittags malten, bastelten, spielten und lernten die Kinder in der Schule Husby. An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal bedanken bei Martina Marten, die einen Vormittag mit ihnen Sport machte und bei Patty Richelsen und Martina Janßen, die mit den Kindern kochten und die Gasteltern zu einem 3-Gänge-Menü einluden. Den Kindern hat es viel Spaß gemacht und uns hat es gut geschmeckt.
Weiter stand eine Fahrt an die Nordsee (Föhr), Klettern in Seegard mit Thomas Weise, Kegeln in Husby, Sport und Schwimmen in Munkbrarup mit der Hüruper/Weeser Gruppe, Landesgartenschau und Tolkschau auf dem Programm. Vielen Dank an alle Sponsoren, die solche Ausflüge möglich machen, aber auch für die Sachspenden (Kleidung und Spielsachen). Die Kinder konnten nicht soviel mitnehmen, wie gespendet wurde.
Unsere überschaubare Gruppe könnte im nächsten Jahr gerne etwas größer werden, vielleicht überlegt der/die eine oder andere Husbyer/in sich, auch einmal ein Kind aufzunehmen, es lohnt sich!
Die Kinder leiden immer noch an den Folgen des Reaktorunfalls und erholen sich hier an unserer guten Luft prächtig. In Weißrußland haben die Kinder 3 Monate Ferien, in denen sie meist auf sich allein gestellt sind, weil die Eltern arbeiten müssen. Wir freuen uns, den Kindern ein paar schöne Wochen in Deutschland ermöglicht zu haben und hoffen, es stoßen noch mehr Gasteltern zu uns dazu. Erfahrungsberichte können bei den „Neuen“ Britta und Frank Matthiesen und Nicole und Sven-Ole Nissen und auch bei den anderen Gasteltern eingeholt werden. Wir freuen uns auf das nächste Jahr!
Kirsten und Wolfgang Biegemann, Tel. 1691

Sponsoren gesucht:

Auch wenn der Reaktorunfall von Tschernobyl über 20 Jahre her ist, so brauchen vor allem die Kinder dieser Region den Erholungsurlaub in Deutschland dringend zur Stabilisierung ihrer geschwächten Gesundheit.

Wir, die Gasteltern für 4 Wochen, möchten den Kindern eine erholsame Zeit bieten. Für den Bustransfer und diverse Aktivitäten (Schwimmen, Kegeln, Grillen, Tolk-Schau) benötigen wir noch finanzielle Unterstützung.

Wenn Sie diese Aktion unterstützen möchten, können Sie das durch Ihre Spende tun.

Spenden zugunsten der „Tschernobylkinder“ bitte auf das Konto der Ortsgruppe Husby
Konto Nr. 6040802 bei der VR Bank Flensburg Schleswig eG
BLZ 21661719
oder
Konto Nr. 2001010762 bei der Nord-Ostsee-Sparkasse
BLZ 21750000

Auch für 2009 suchen wir bereits wieder Gasteltern!
Vielen Dank für ihre Hilfe.

Für die Gasteltern aus Husby
Kirsten und Wolfgang Biegemann Tel. 04634-1691

Dringend Gastfamilien gesucht!

Liebe Husbyer!

Auch im Jahre 2008 möchten wir wieder Kinder aus dem verstrahlten Gebiet um Tschernobyl die Möglichkeit geben, ihr Immunsystem zu stärken. Dafür benötigen wir Gastfamilien oder Gasteltern, die bereit sind, ein Kind für ca. vier Wochen bei sich aufzunehmen.

Der Termin für 2008 wird voraussichtlich Mitte Juni bis Mitte Juli (vor den Sommerferien) sein. Die Kinder sind mit ihrer Betreuerin vormittags in der Schule Husby und können auch den Schulbus benutzen. Die Nachmittage sind „zur freien Verfügung“, meistens verabreden sich die Kinder aus Weißrussland untereinander oder es werden gemeinsame Aktionen geplant (Strand, Freibad, etc.). Sicherlich werden auch wieder Tagesausflüge unternommen (im letzten Jahr waren wir in Schloss Gottorf, auf Föhr und in der Tolk-Schau).

Die Kinder sind mit wenig zufrieden, sie brauchen kein eigenes Zimmer oder große Geschenke, für sie ist es einfach Klasse, unsere frische Luft zu atmen, vitaminreiches Essen zu bekommen und eine schöne Zeit zu haben!

Leider ist unsere Husbyer Gruppe im letzten Jahr auf 5 Kinder geschrumpft! Mit Ihrer Bereitschaft, ein Kind aus Weißrussland aufzunehmen, geben Sie diesem und sich selbst eine große Chance!

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

(Wolfgang, Kirsten, Paula und Emma Biegemann, Tel. 1691)

Ortsgruppe Husby 2007

Juli 2007

 

Tschernobyl-Kinder zu Besuch in Husby

In diesem Jahr waren es fünf Mädchen und eine Betreuerin aus Weißrussland, die in Husby vier Wochen ihre Ferien genießen durften. Vika (12), Poulina (14), Julia (14), Julia (16) und Julia (16) kamen am 6. Juni mit ihrer hervorragend Deutsch sprechenden Betreuerin Olga (28) mit dem Bus in Husby an. Wir Gasteltern waren gespannt, wie sich „unsere“ Kinder verändert hatten.

Etwas über eine Woche hatten wir super Wetter, so dass wir uns nur entscheiden mussten: Freibad oder Strand? Leider blieb es ja nicht so, aber auch bei Regen kann man viel Spaß haben! Die Kinder waren vormittags in der GHS Husby, wo sie mit Olga lernten, malten, spielten und wie bereits im letzten gelben Heft berichtet, mit Martina Marten Sport machten. Die Nachmittage waren „zur freien Verfügung“, wenn keine gemeinsame Aktivität geplant war. Davon gab es auch in diesem Jahr wieder reichlich:

Am 14.6. fuhren Wolfgang und Uwe Meyer mit der Gruppe nach Schleswig, wo sie im Schloss Gottorf eine kostenlose Führung in barocker Kleidung erlebten, ein Menuett einübten und an einer festlich gedeckten Tafel Tee und Kuchen bekamen. Anschließend machten sie wieder im gewohnten Outfit eine Schleirundfahrt auf der „Wappen von Schleswig“. In der nächsten Woche hatten Anke, Maja und Uwe Greschuchna „Föhr“ auf dem Programm. Statt der geplanten Wattwanderung gingen sie ins Wattforum. Baden konnten sie dann kurz in der Nordsee und ausgiebig im Schwimmbad. Auch in Husby und Umgebung wurden Aktivitäten angeboten. So waren die Kinder Kegeln in Husby (Danke Rainer!) und in Freienwill, im Freibad Satrup und auch die neue „Therme“ in Glücksburg wurde besucht. Der absolute Höhepunkt ist wie in jedem Jahr der Besuch der Tolkschau. Leider war das Wetter sehr schlecht, aber Anke und Maja machten sich trotzdem auf den Weg. Die Kinder kamen nass, aber müde und glücklich nach Hause.

Am Donnerstag vor der Abreise feierten die Kinder mit ihren Gastfamilien, Sponsoren und Helfern ein Abschiedsfest in der Pastoratsscheune. Die Markeruper Feuerwehr grillte und dazu gab es leckere Salatspenden von Landfrauen, Frauen der Frauenhilfe und Gastmüttern. Die Kinder präsentierten ein ausgearbeitetes Programm mit Liedern, Gedichten, Tänzen und einem Deutschland-Quiz. Für jedes Kind hatten Uwe und Sabine noch ein Foto-Heft zur Erinnerung an die Ferien in Husby angefertigt und vom Verein bekam jeder einen Engel mit auf den Heimweg. Allen hat der Abend viel Spaß gemacht. Am Freitag hieß es dann Abschied nehmen. Die vier Wochen sind für alle wie im Fluge vergangen und alle freuen sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Wir bedanken uns noch einmal für alle Geld- und Sachspenden, die den Kindern diese erholsamen Ferien ermöglicht haben.

2007

Auf diesem Wege möchten wir auch noch einmal darauf aufmerksam machen, dass noch viele Kinder in Weißrussland auf der Warteliste stehen, es aber nicht genug Gastfamilien gibt. Es ist nicht nur für die vom Reaktorunfall in Tschernobyl belasteten Kinder eine erholsame Zeit, auch als Gastfamilie kann man ganz viel aus dieser Zeit gewinnen. Wir hoffen, dass im nächsten Jahr neue und auch wieder jüngere Familien mit eigenen Kindern, sich bereit erklären, Kinder aus Weißrussland in ihre Familie aufzunehmen. Für die eigenen Kinder ist dies eine ganz besondere Erfahrung, die sie nie vergessen werden. Die Gastkinder sind kein Luxus gewohnt, sie brauchen kein eigenes Zimmer, sie brauchen auch nicht jeden Tag Animation, sie können im deutschen Alltag „mitlaufen“ und erholen sich trotzdem prächtig. Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei Kirsten Biegemann (Tel. 1691) oder bei Anke Juhl (Tel. 1352). Auch mit Ihrer Spende können Sie helfen: „Initiative für die Kinder von Tschernobyl“, Ortsverein Husby, Kontonummern:

VR Bank Flensburg Schleswig eG: Konto 6040802, BLZ 21661719,

NOSPA: Konto 20010762, BLZ 21750000.                                (Kirsten Biegemann)