Ortsgruppe Husby 2014

2014: Die Kinder kommen am 16. Juni 2014. und bleiben bis 8. Juli.

6. März 2014 : Elkes Artikel im Flensburger Tageblatt

16. Juni 2014: 16. Juni 2014 Ankunft

17. Juni 2014: 17. Juni 2014 Begrüßungsfrühstück

26. Juni 2014: 26. Juni 2014 Kieler Woche

26. Juni 2014: 29. Juni 2014 Lindenfest

01. Juli 2014: 01. Juli 2014 Tolkschau

06. Juli 2014: 06. Juli 2014 Scheersbergfest

07. Juli 2014: 07. Juli 2014 Abschiedsabend

Sind Kindererholungen noch nötig?

Gelegentlich werden wir gefragt, ob die Erholungsferien für Kinder aus Belarus bei uns in S-H 27 Jahre nach der Tschernobylkatastrophe immer noch erforderlich sind. Die Argumente und Begründungen dafür sind nicht ganz einfach, da Radioaktivität etwas Unfassbares ist, schwer vermittelbar und nicht für Jedermann verständlich. Andere Katastrophen, wie z.B. Erdbeben, Überschwemmungen, Wirbelstürme kann man wahrnehmen, sehen und mitempfinden, auch wenn man selber nicht betroffen ist. Radioaktivität entzieht sich allen menschlichen Sinnesorganen und es bedarf einiger physikalischer Grundkenntnisse, um ihren Segen und Fluch verstehen zu können.
Die enorme Menge radioakativer Stoffe, die in Tschernobyl unkontrolliert freigesetzt worden sind, werden die belarussische Bevölkerung noch Jahrhunderte verfolgen. Die Zerfallsprodukte der ursprünglichen Ausgangsstoffe sind zum Teil noch gefährlicher für den menschlichen Organismus und haben eine längere Halbwertszeit. Für Interessierte sei der gut verständliche Artikel von W.D. Roth aus dem Jahre 2005 empfohlen, der noch lange Gültigkeit haben wird: http://www.heise.de/tp/artikel/20/20647/1.html.

Eine der Hauptgefahren ist die zunehmende Alphastrahlung, die über die Atmung und mit der Nahrung in den Körper gelangt und besonders bei Kindern langfristig erhebliche gesundheitliche Schäden hervorrufen kann oder bei Schwangeren zu Erbstörungen führt. Da sich der Großteil der Bevölkerung von heimischen Produkten und aus dem eigenen Schrebergarten ernähren muß, sind die belorussischen Menschen jeden Tag und ein Leben lang der dauerhaften, erhöhten Zufuhr von radioaktiven Stoffen ausgesetzt, ohne jemals die Möglichkeit zu haben, unbelastete Nahrung aufnehmen zu können und in sauberer Umgebung die im Körper gespeicherte Strahlung ausscheiden zu können. Das ist der Grund, weswegen wir die Kinder zu uns nach S-H holen, da wir hier für beides garantieren können.

Welchen Nutzen haben die Erholungen für die Kinder?
Nach Untersuchungen führender Nuklearbiologen und -mediziner in Belarus und in Deutschland bringt ein Erholungsaufenthalt von 3-4 Wochen bei uns einen Regenerationseffekt von 6 – 9 Monaten, verbunden mit einer verbesserten Immunlage und Ausgleich von Mangelerscheinungen an Vitaminen und Spurenelementen. Was nicht gemessen werden kann, sind die menschlichen Begegnungen, Erfahrungen und Erlebnisse, die die Kinder hier erleben dürfen und sie für ihren weiteren Lebensweg formen werden.

Zusammengefasst können wir die Eingangsfrage: „Sind Erholungsferien für Tschernobylkinder aus Belarus noch nötig?“ aus medizinischen und humanitären Gründen mit einem eindeutigen
JA
beantworten. Also lasst uns nicht müde werden, uns weiter zu engagieren. Packen wir es an! Es gibt noch viele Jahre zu tun.

Wanderup, November 2013
Henri Westphal

Ortsgruppe Husby 2013

Ortsgruppe Husby

Dienstag 19. November: Treffen der Gasteltern und Interessierte in der Grundschule Husby.

Juli 2013 Besuch Glücksburg – Artefact und Panetarium

2013_Glücksburg

Februar 2013:
Weißrussische Kinder kommen im August nach Husby und Rüllschau

2012

Nicht zuletzt seit der Atomkatastrophe in Japan ist das Thema wieder präsent. Ebenso die Tatsache, dass die Folgen eines Reaktorunglücks nicht nach einigen Jahren überwunden sind.

Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist zwar schon 27 Jahre her, dennoch wird es noch Millionen von Jahren dauern, bis die Gegend dort wieder strahlenfrei bewohnt werden kann. Umso wichtiger ist es, soviel weißrussischen Kindern wie möglich einmal pro Jahr einen Aufenthalt in gesunder Umgebung zu ermöglichen.

Dies geschieht in Husby und Rüllschau seit Jahrzehnten in der Weise, dass Kinder im Alter von ca. 7 – 17 Jahren von Gasteltern zur Erholung eingeladen werden. Medizinisch betrachtet sind die Mädchen und Jungen gesund, nicht zuletzt dadurch, dass sie ihr Immunsystem hier mindestens vier Wochen stärken können. Diese Zeitspanne ist notwendig, damit die kleinen Körper wieder elf Monate der Strahlenbelastung zuhause trotzen können. Und die Gefahr einer Erkrankung im Erwachsenenalter minimiert wird.

Vier Wochen Aufenthalt – das ist eine lange Zeit. Für die Gasteltern und die Kinder gleichermaßen. Viele Menschen sind sicher gerne bereit, ein Kind für eine oder zwei Wochen aufzunehmen, eine Freundschaft aufzubauen und auch, eine andere Kultur kennenzulernen. Es ist aber oft nicht einfach, seinen eigenen, gut „gefüllten“ Alltag über einen ganzen Monat mit dem eines weißrussischen Gast-Kindes zu koordinieren.

Das ist auch für die Gasteltern, die dieses Projekt schon seit Jahren unterstützen, immer wieder eine Herausforderung. Der Zusammenhalt unter den Gasteltern ist aber so gut, dass bis jetzt jedes Zeitproblem gelöst werden konnte. Wie in der eigenen Familie auch, verabreden sich die Kinder gern und mögen es auch, bei ihren Freunden und Freundinnen in den anderen Gastfamilien zu übernachten. Und schon sind das Wochenende oder Tage frei für eigene Termine und Unternehmungen.

Wie läuft der Aufenthalt ab? Die Kinder werden in diesem Jahr wieder im Zeitraum Ende Juli bis Ende August für etwa vier Wochen in Husby und Rüllschau sein. Sie werden von einer russischsprachigen Betreuungskraft begleitet, die den Familien auch für Übersetzungen zur Verfügung steht. Vormittags gehen die Kinder für etwa vier Stunden in die Schule bzw. werden betreut. Auch am Nachmittag oder am Wochenende bieten die beiden Tschernobyl-Ortsgruppen ein schönes Programm an. Zu dessen Teilnahme die Gastfamilien herzlich eingeladen sind, aber nicht teilnehmen müssen.

Die beiden Tschernobyl-Ortsgruppen in Husby und Rüllschau freuen sich sehr über neue Gasteltern, die die Gruppen verstärken. Denn je mehr Kindern ein solcher Aufenthalt ermöglicht werden kann, desto besser!

Auch über Spenden freuen sich die Vereine, denn z. B. die Eintrittsgelder kosten Geld. Und die Gastfamilien, die schon für Unterkunft und Verpflegung des Kindes aufkommen, sollen hiermit nicht zusätzlich belastet werden.

Interessierte – auch für weitere Informationen – melden sich bitte gerne bei:

Ortsgruppe Husby: Kirsten und Wolfgang Biegemann, Tel.: 04634 1691, www.tschernobyl.husby.de, Email: tschernobyl@husby.de, Spendenkonten : VR Bank Flensburg Schleswig eG, Konto 6040802, BLZ 21661719 oder NOSPA, Konto 20010762, BLZ 21750000

Ortsgruppe Rüllschau: Wolfgang Bagowsky, Tel.: 04634 9898, Email: bagowsky@t-online.de, Spendenkonto : VR Bank Flensburg Schleswig eG, Konto 6249272,