Ortsgruppe Husby 2012

09.2012
2012_kinder

Karina, Valerija und Kristina sind zum ersten mal in Husby

Am 22. August 2012 war er bereits zu Ende, der diesjährige Aufenthalt von neun weißrussischen Kindern und ihrer Betreuerin, Tatjana Schadewskaja. Diesmal waren es ausschließlich Mädchen, die in Husby und Umgebung liebevoll untergebracht waren.

Sie sind der Dreh- und Angelpunkt des ganzen „Unternehmens“, die Gastfamilien. Das weiß Kirsten Biegemann, die sich seit Jahren mit Mann Wolfgang und den Töchtern Paula und Emma für dieses Projekt engagiert, den Husbyer Verein „Tschernobyl-Kinder“ leitet und selbst zwei Kinder aufgenommen hatte. Denn die Gastfamilien stellen nicht nur über Wochen Unterbringung und Verpflegung sicher, sondern schränken sich oft auch selbst ein. Vor allem einige Gastgeschwisterkinder, die ihr Zimmer klaglos räumten und dadurch z. B. auch die Hausaufgaben wieder am Esstisch, anstelle des eigenen Schreibtischs, erledigen mussten. Aber gerade das ist, so Kirsten Philipsen, eine wertvolle Erfahrung für eine Familie. „Aufs Neue schätzen lernen, wie gut es uns hier geht.“

In Weißrussland leben oft ganze Familien auf nicht mehr als 35 qm, die dortige Einheitsgröße von Wohnraum. Das Hauptproblem ist aber nach wie vor die noch Millionen Jahre andauernde Verstrahlung mit entsprechenden Folgen (z. B. ungleich höheres Krebsrisiko, verseuchte Lebensmittel, etc.). Das ist auch der Grund, weshalb es dem Verein Tschernobyl Kinder Husby so wichtig ist, möglichst viele Kinder zur Erholung nach Angeln zu holen. Daher freute sich Kirsten Biegemann in diesem Jahr besonders über zwei neue Gastfamilien, die es drei weiteren Mädchen (siehe Foto) ermöglichten, nach Angeln zu kommen.

Um den Kindern ein schönes Programm zu bieten und die Gastfamilien finanziell nicht weiter zu belasten, freute sich die Ortsgruppe über zahlreiche Spenden und sagt ganz herzlich DANKE. Vor allem den Husbyern, die das Vorhaben alljährlich in vielerlei Hinsicht großzügig unterstützten! Angefangen mit der Handarbeitsgruppe der Ev. Frauenhilfe, die traditionell das Begrüßungsfrühstück ausrichtet und außerdem noch den Mädchen an einigen Vormittagen das Stricken näher brachte, Frauke Lefarth – ein Highlight für die jungen Damen – gab Tipps zu Pflege und Make-up. Dazu kamen Fahrdienste ehemaliger Gasteltern, Geld- und Sachspenden und so war am Ende auch noch der Besuch der Tolkschau möglich. Schließlich richteten der Landfrauenverein Husby (Salatspenden), Volker Clausen (Getränke), Christian Witt und die Husbyer Feuerwehr (Grillen) den Abschiedsabend aus.

Das Freibad in Satrup gewährte den Mädchen vier Wochen lang freien Eintritt, die Marineschule Mürwik hatte zu einer Rundfahrt auf der Förde eingeladen und die DLRG Holmarksee und die Freiwillige Feuerwehr Freienwill zum Kegeln mit anschließendem Grillen. Aber auch auswärtige Unterstützung wurde der Gruppe zuteil. Der Tierpark Hagenbeck in Hamburg hatte Rabatte auf die Eintrittskarten gegeben und die Deutsche Bahn die Fahrkarten spendiert.

Einen Höhepunkt gab es noch für Polina Bragina, die ihre Ferien schon zum dritten Mal in Husby bei den Gasteltern Rudolfsen verbringt und diesmal ihren 12. Geburtstag hier feiern konnte. Sie freute sich sehr, dass ihr Herzenswunsch in Erfüllung ging: Die Glücksburger Fördetherme hatte sie und die ganze Gruppe zum Badespaß eingeladen.

So bleibt zu hoffen, dass vielleicht im nächsten Jahr noch die eine oder andere „neue“ Familie zu diesem netten Kreis hinzustößt, um für vier Wochen zur Ersatzfamilie für ein weißrussisches Kind zu werden. Nicht zuletzt die vielen Tränen, die die Kinder beim Abschied vergossen, zeigten, wie gut es ihnen hier gefallen hat. Und wie sehr sie sich schon aufs nächste Jahr freuen! (Elke Rudolfsen)

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