Ortsgruppe Husby 2007

Juli 2007

 

Tschernobyl-Kinder zu Besuch in Husby

In diesem Jahr waren es fünf Mädchen und eine Betreuerin aus Weißrussland, die in Husby vier Wochen ihre Ferien genießen durften. Vika (12), Poulina (14), Julia (14), Julia (16) und Julia (16) kamen am 6. Juni mit ihrer hervorragend Deutsch sprechenden Betreuerin Olga (28) mit dem Bus in Husby an. Wir Gasteltern waren gespannt, wie sich „unsere“ Kinder verändert hatten.

Etwas über eine Woche hatten wir super Wetter, so dass wir uns nur entscheiden mussten: Freibad oder Strand? Leider blieb es ja nicht so, aber auch bei Regen kann man viel Spaß haben! Die Kinder waren vormittags in der GHS Husby, wo sie mit Olga lernten, malten, spielten und wie bereits im letzten gelben Heft berichtet, mit Martina Marten Sport machten. Die Nachmittage waren „zur freien Verfügung“, wenn keine gemeinsame Aktivität geplant war. Davon gab es auch in diesem Jahr wieder reichlich:

Am 14.6. fuhren Wolfgang und Uwe Meyer mit der Gruppe nach Schleswig, wo sie im Schloss Gottorf eine kostenlose Führung in barocker Kleidung erlebten, ein Menuett einübten und an einer festlich gedeckten Tafel Tee und Kuchen bekamen. Anschließend machten sie wieder im gewohnten Outfit eine Schleirundfahrt auf der „Wappen von Schleswig“. In der nächsten Woche hatten Anke, Maja und Uwe Greschuchna „Föhr“ auf dem Programm. Statt der geplanten Wattwanderung gingen sie ins Wattforum. Baden konnten sie dann kurz in der Nordsee und ausgiebig im Schwimmbad. Auch in Husby und Umgebung wurden Aktivitäten angeboten. So waren die Kinder Kegeln in Husby (Danke Rainer!) und in Freienwill, im Freibad Satrup und auch die neue „Therme“ in Glücksburg wurde besucht. Der absolute Höhepunkt ist wie in jedem Jahr der Besuch der Tolkschau. Leider war das Wetter sehr schlecht, aber Anke und Maja machten sich trotzdem auf den Weg. Die Kinder kamen nass, aber müde und glücklich nach Hause.

Am Donnerstag vor der Abreise feierten die Kinder mit ihren Gastfamilien, Sponsoren und Helfern ein Abschiedsfest in der Pastoratsscheune. Die Markeruper Feuerwehr grillte und dazu gab es leckere Salatspenden von Landfrauen, Frauen der Frauenhilfe und Gastmüttern. Die Kinder präsentierten ein ausgearbeitetes Programm mit Liedern, Gedichten, Tänzen und einem Deutschland-Quiz. Für jedes Kind hatten Uwe und Sabine noch ein Foto-Heft zur Erinnerung an die Ferien in Husby angefertigt und vom Verein bekam jeder einen Engel mit auf den Heimweg. Allen hat der Abend viel Spaß gemacht. Am Freitag hieß es dann Abschied nehmen. Die vier Wochen sind für alle wie im Fluge vergangen und alle freuen sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Wir bedanken uns noch einmal für alle Geld- und Sachspenden, die den Kindern diese erholsamen Ferien ermöglicht haben.

2007

Auf diesem Wege möchten wir auch noch einmal darauf aufmerksam machen, dass noch viele Kinder in Weißrussland auf der Warteliste stehen, es aber nicht genug Gastfamilien gibt. Es ist nicht nur für die vom Reaktorunfall in Tschernobyl belasteten Kinder eine erholsame Zeit, auch als Gastfamilie kann man ganz viel aus dieser Zeit gewinnen. Wir hoffen, dass im nächsten Jahr neue und auch wieder jüngere Familien mit eigenen Kindern, sich bereit erklären, Kinder aus Weißrussland in ihre Familie aufzunehmen. Für die eigenen Kinder ist dies eine ganz besondere Erfahrung, die sie nie vergessen werden. Die Gastkinder sind kein Luxus gewohnt, sie brauchen kein eigenes Zimmer, sie brauchen auch nicht jeden Tag Animation, sie können im deutschen Alltag „mitlaufen“ und erholen sich trotzdem prächtig. Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei Kirsten Biegemann (Tel. 1691) oder bei Anke Juhl (Tel. 1352). Auch mit Ihrer Spende können Sie helfen: „Initiative für die Kinder von Tschernobyl“, Ortsverein Husby, Kontonummern:

VR Bank Flensburg Schleswig eG: Konto 6040802, BLZ 21661719,

NOSPA: Konto 20010762, BLZ 21750000.                                (Kirsten Biegemann)

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