Ortsgruppe Husby 2009

November 2009: Rückblick und Info-Abend
Ohne das fortwährende Engagement unserer Gasteltern-Gemeinschaft wäre keine Kindererholung durchführbar. Auch wenn das öffentliche Interesse an der Tschernobyl-Katastrophe und deren Folgen leider deutlich zurückgegangen ist, ist es bisher gelungen, jedes Jahr Kindern einen drei- bis vierwöchigen Erholungsaufenthalt in Husby zu ermöglichen. Das dieses so weitergehen kann, können Sie unterstützen.

Zu einem Info-Abend mit Rückblick und Austausch laden wir herzlich alle Gasteltern und Interessierte
am 18.11.09 um 19.30 Uhr
in den Seminarraum der Schule Husby ein. (Die Teilnahme verpflichtet Sie zu nichts!)

Kirsten und Wolfgang Biegemann
Initiative für die Kinder von Tschernobyl Ortsgruppe Husby Tel.
04634/1691
http://tschernobyl.husby.de

Juli 2009: Kinder aus Weissrussland zu Gast in Nord-Angeln
Sie haben in Husby bereits eine lange Tradition : die Besuche der Kinder aus Weissrussland, die hier ihre Ferien verbringen. In diesem Jahr sollte es für knapp 3 ½ Wochen sein und es hatten sich wieder 7 Gastelternpaare gefunden, die 8 Kinder und ihre Betreuerin, Frau Tatjana Syrko, beherbergten.

Es gibt viele Motive, ein Gastkind aufzunehmen. Zunächst ist es natürlich schön, einem anderen Menschen etwas vom eigenen Wohlstand abgeben zu können. Oder selbst Berührung mit einer anderen Kultur zu bekommen ? Und dies ggf. auch den eigenen Kindern zu vermitteln, die möglicherweise im Alter des Gastkindes sind ?

2009_tschernobyl

Für uns, die wir keine Kinder haben, war sicher ein Ziel, einmal „Jugend“ im Haus zu haben. Zu erleben, wie das ist, wenn man ein Kind hat, wenn auch nur auf Zeit. Und wir wurden nicht enttäuscht, denn das Mädchen, das zu uns kam, war wirklich noch ein Kind. 9 Jahre alt, die Kleinste in der Gruppe.   Wie würde das wohl werden, hatten wir uns im Vorfeld dieses „Abenteuers“ gefragt ? Würde das Mädchen, das vielleicht zum ersten Mal von zuhause weg ist und sich in einer ganz anderen Welt „wiederfindet“, vielleicht Heimweh bekommen ? Das „Schlimmste“ war für uns jedoch die Vorstellung, sich nicht verständigen zu können. Denn Marya, so der Name des Mädchens, spricht nur russisch, womit wir nun gar nicht dienen können.

Dennoch war es für uns – um es gleich vorweg zu nehmen – ein überaus positives Erlebnis. Denn man ist mit dieser Aufgabe nicht allein : die anderen, erfahrenen Gasteltern unterstützen mit Rat und Tat ! Und dann gibt es noch Kirsten Biegemann, die dem Husbyer Ortsverein Tschernobyl-Kinder e.V. vorsteht, den ganzen Aufenthalt organisiert und immer ein offenes Ohr hat und weiterhilft. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Euch alle !

Was haben die Gastkinder alles hier erlebt ? Neben vielen Unternehmungen, die die Gasteltern für ihre Schützlinge vorbereitet hatten, gab es spannende und interessante Gruppen-Touren : es ging z. B. nach Flensburg zur Phänomenta, zum Kegeln nach Freienwill, zum Klettern in den Seegaarder Wald, in den Tierpark nach Gettorf, zum Schwimmen nach Munkbrarup und schließlich, sicher ein Höhepunkt, einen ganzen Tag lang nach Tolk. Es wurde außerdem gemeinsam gebacken, gekocht, gegrillt, gefrühstückt und gefeiert. Kaum ein Tag also, an dem nicht irgendetwas „los“ gewesen ist.

Möglich gemacht haben das einige Sponsoren und ehrenamtliche HelferInnen. Ein herzliches Dankeschön geht z. B. an die ev. Frauenhilfe, Thomas Weise, die Landfrauen Husby, die Freiwillige Feuerwehr Husby, Markerup und Husbyholz, Bianca, Patti, Marianne Worm, Uwe Jensen, Martina und Felina Marten, Günter Nielsen sowie ehemalige Gasteltern, die z. B. immer noch gerne Fahrdienste, etc. übernehmen !

Und am letzten Abend wendete sich dann das Blatt : die Gast-Kinder hatten ein buntes und abwechslungsreiches Programm für ihre deutschen Gastgeber vorbereitet, das mit großem Applaus bedacht wurde.

Was wir aus den Wochen für ein Fazit ziehen ? Wir werden im nächsten Jahr wieder Gast-Eltern sein – und dann zwei Gastkinder aufnehmen !

Elke Rudolfsen

Juni 2009: Die Kinder aus der Region Tschernobyl kommen (doch) wieder!
Ende 2008 ging durch die Medien, dass keine Erholungsferien mehr für sogenannte „Tschernobylkinder“ seitens der Regierung von Weißrussland erlaubt werden. Alle Jahre wieder versucht Lukaschenko mit den Kindererholungsreisen ins Ausland Schluss zu machen. Lange Rede – kurzer Sinn: Nun dürfen sie doch kommen!

Alle Ortsgruppen des Vereins für Tschernobylkinder haben aber nicht nur mit den weißrussischen Regierungsmethoden zu kämpfen, sondern auch mit der sinkenden Bereitschaft der deutschen Familien, ein oder 2 Kinder für 3 – 4 Wochen in die Familie aufzunehmen. Dennoch konnten die Ortsgruppe Husby in diesem Jahr wieder 7 Kinder einladen. In und um Husby haben sich, wie im letzten Jahr auch, zwei neue Gastelternpaare gefunden, die ein Kind, oder ein Kind und die Betreuerin aus Weißrussland aufnehmen möchten.

Nach wie vor brauchen Kinder aus der Gegend um Tschernobyl den Erholungsurlaub dringend zur Stabilisierung ihrer geschwächten Gesundheit. Die Kinder kommen vom 10. Juni bis 3. Juli 2009 und es sind wieder einige Aktionen geplant. Für diese Aktivitäten (Kegeln, Schwimmen, Grillen, Phänomenta, Abschiedsfest), aber auch für Taschengelder und Bustransfer benötigen wir noch dringend Spendengelder. Wer die Kinder unterstützen möchte, kann Spenden auf ein Konto der Ortsgruppe Husby überweisen.

Kto.-Nr. 6040802 bei der VR Bank Flensburg Schleswig eG, BLZ: 216 617 19 oder

Kto.-Nr. 20010762 bei der Nord-Ostsee-Sparkasse, BLZ: 217 500 00

Jede Art der Unterstützung wird gern angenommen! Weitere Informationen können Sie bei Kirsten Biegemann,
Tel.: 04634 – 1691 erhalten. (Kirsten Biegemann)

Der britische Rapper Example hat das Video seines Songs What we made in der Region um Tschernobyl gedreht.
Mit Blick auf leere Hütten und Gasmasken für Babys meint er: „Niemand, der das gesehen hat, kann noch für Atomkraft sein.“

https://youtu.be/LOOl08NQWU8

März 2009: Gastfamilien / Gasteltern in und um Husby gesucht!

Auch in diesem Jahr möchten wir wieder Kindern aus der Region um Tschernobyl die Möglichkeit geben, ihre Ferien in Husby zu verbringen.

Der Besuch bei uns zwischen Nord- und Ostsee bringt den Kindern einen Ferienaufenthalt mit großem gesundheitlichen Erholungswert. Immer noch gibt es sehr viele Menschen, die aufgrund des Reaktorunfalls Schäden haben und an ihre Kinder weitervererben.

Unsere immer kleiner werdende Gruppe von Gastfamilien (nur noch 5!) sucht dringend Paare oder Familien, die bereit sind, ein Kind aufzunehmen.

Die Kinder kommen in diesem Jahr wieder vor den Sommerferien, also Mitte Juni bis Mitte Juli. (Der genaue Termin stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest). Die Kinder gehen vormittags in die Grund- und Hauptschule Husby, wo sie in der eigenen Gruppe betreut werden. Die Nachmittage stehen dann zur freien Verfügung, wenn keine gemeinsame Aktivität auf dem Programm steht.

Das Programm wird dank unser Sponsoren (Danke noch mal dafür!) wieder genauso attraktiv wie im letzten Jahr werden: Klettern, Schwimmen, Kegeln, Basteln, Ausflüge wie z.B. zur Tolkschau werden immer mit ganz viel Freude und Dankbarkeit von den kleinen weißrussischen Gästen angenommen.

Die Kinder sind nicht verwöhnt, sie brauchen kein eigenes Zimmer, sie brauchen nur eine Gastfamilie, bei denen sie für vier Wochen ein Stückchen mit zur Familie gehören.

Vielleicht haben wir Ihr Interesse geweckt und Sie können sich vorstellen, ein Kind für diese Zeit aufzunehmen?

Oder Sie möchten unsere Gruppe finanziell unterstützen? Dann melden Sie sich bitte bei Kirsten und Wolfgang Biegemann (Tel. 1691). (Kirsten Biegemann)